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Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund besuchte die R7a

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Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) ist die Selbsthilfeorganisation der über 80.000 blinden und sehbehinderten Menschen in Bayern. Er vertritt ihre Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Ziel des BBSB ist, blinden und sehbehinderten Menschen ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen.

Wir von Sabelino machen ja Schulfernsehen und auch Schulradio. Radio bedeutet für uns, euch ohne Fotos und Filme Neuigkeiten zu liefern. Wir haben uns gefragt, wie es wohl ist, wenn man nichts sehen kann, also blind ist. Dazu haben wir uns mit Herrn Brunner vom BBSB getroffen und für unsere R7a am 16.12.2015 eine Infonachmittag vereinbart.

Herr Brunner besuchte uns zusammen mit Herrn Geist und Franziska, die ein freiwilliges soziales Jahr beim BBSB ableistet. Herr Geist hatte noch Charlie dabei, einen Blindenhund, der seit 6 Jahren Herrn Geist hilft.

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Herr Brunner erzählte eingangs aus seinem Leben, er arbeitet als Bezirksgruppenleiter beim BBSB. Herr Geist konnte bis Ende 30 normal sehen, verlor aber dann fast völlig sein Augenlicht. Da er früher als Handwerker viel und hart gearbeitet hat, sind seine Hände mit Hornhaut überzogen, daher kann er die Blindenschrift nicht ertasten.

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Sein Hund Charlie, der inzwischen 8 Jahre alt ist, hilft ihm im Alltag. 22.000,00 Euro kostet so ein Blindenhund. Charlie lag an diesem Nachmittag brav in seiner Ecke, war aber immer sofort zur Stelle, wenn sein Herrchen nach ihm rief.

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Die Schüler konnten nach einer Fragerunde Spezialbrillen ausprobieren, die 90% Sehbehinderung erahnen lassen. Selbst mit Mühe konnte Daniel die Uhrzeit nicht mehr ablesen, Felix erkannte nicht, wie viele Finger Regina am Nachbartisch zeigte. Herr Brunner erklärte, dass wir 80% aller Sinneswahrnehmungen mit dem Auge aufnehmen. Er führte ein Gerät vor, welches Farben erkennt und per Sprachausgabe informiert, ob z.B. die Hose zum Pulli passt.

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Münzen lassen sich am Rand erkennen, für Scheine gibt es eine Schablone, auch Smartphones bieten viele Hilfestellungen für Blinde. Dieses Thema ist besonders wichtig, beim BBSB gibt es deshalb einen Smartphone-Treff, damit alle Möglichkeiten erkannt und eingesetzt werden können.

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Die Schüler lernten dann die Braille-Schrift kennen. Schnell waren sie in der Lage, ein kurzes Gedicht in die gewohnte Schrift zu übersetzen. Herr Brunner hatte dazu eine Braille-Maschine dabei, wer wollte, konnte sich seinen Namen auf einem Papierstreifen tippen lassen.

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Die Schüler der R7a verfolgten die Berichte von Herrn Brunner und Herrn Geist sehr aufmerksam, viele Fragen wurden gestellt und sicher auch viele Vorurteile oder Bedenken ausgeräumt.

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Wichtig war Herrn Geist am Ende der Veranstaltung, dass jeder einfach auf Blinde zugehen soll, wenn eine Person eine hilfesuchenden Eindruck macht. Biete deine Hilfe also freundlich an, wenn die blinde Person vielleicht nur auf jemanden wartet, wirst du eine freundliche Antwort bekommen. Und wenn deine Hilfe benötigt wird, kostet dich das sicher auch nur eine Minute und du hast jemanden wirklich geholfen!

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