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Celina (R8b): Kritik: Primark – Himmel für die, die einkaufen, Hölle für die, die es produzieren!

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Wir von Sabelino.de freuen uns besonders über kritische Worte zu aktuellen Ereignissen. Die negativen Berichte über Primark haben euch sicher auch erreicht. Gerade bei Schülern mit kleinem Taschengeld ist diese Klamottenanbieter sehr beliebt. Unsere Achtklässler waren ja fast vollständig in London auch bei Primark. Celina aus der R8b hat sich zu diesem Thema ihre eigenen Gedanken gemacht.

Wie ihr bestimmt gelesen habt, gibt es wieder einen Primark Skandal. Die Primark-Kundin Rebecca Gallagher hat in ihrem Kleid eine Botschaft gefunden, in dem man lesen kann: „forced to work exhausting hours“ dt. „gezwungen bis zur Erschöpfung zu arbeiten“ und postete es auf Twitter.
Ein paar Tage danach kamen zwei weiter Kundinnen dazu, die auch Botschaften fanden, auf deren Labels standen „Degrading Sweatshops Conditions“ also „entwürdigende Bedingungen eines ausbeuterischen Betriebs“ und dann stand in Chinesisch geschrieben „SOS!SOS!SOS!“. Ursprung von dem dritten Botschaft soll ein chinesisches Gefängnis sein. Natürlich ist jetzt die Frage: True or Fake?

Es gibt zwei Hauptmeinungen:
– Die Botschaften sind Fakes sind und von Frauen gemacht worden sind die „billig Kleidung“ hassten.

– Die Frauen gibt es wirklich, es sind Hilferufe.

Ich habe mal die Fakten von beiden Seiten genauer angeschaut und erzähle euch, was ich herausgefunden habe. Ihr könnt dann selber euer Meinung bilden.

Fakten:
Drei Botschaften. Eine in chinesisch. Primark produziert Billigklamotten jedoch in Bangledash.

Fundorte:

Die beiden auf Englisch verfassten Botschaften wurden im walisischen Swansea gekauft. Die letzte chinesische Botschaft tauchte in Belfast auf.

Die Sprache:

In Bangladesch, wo Primark u.a. produziert, gibt es eine hohe Quote von Analphabeten die bei über 55% liegt, und darüber hinaus sind schätzungsweise 70% aller Frauen Analphabetinnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die versteckten, vor allem englischen Botschaften von einer der Näherinnen stammen, sind gering.

(Für die Leute, die nicht wissen, was Analphabet bedeutet: Jemand der nicht schreiben kann.)

Erwerb der Ware:

Primarkt meinte, dass die ersten zwei Kleiderstücke in dem man die Botschaften fand, bereits seit 2013 nicht mehr im Sortiment sind. Die Kundinnen haben aber alle das gleiche gesagt. Sie haben die Kleiderstücke neu gekauft. Das letzte Teil aus Belfast soll angeblich seit 2011 im Besitz der Kundin sein, aber laut Primark gab es den Modell zuletzt 2009 in den Shops.

Fazit:

Wer genau hinter den Hilferufen bei Primark steckt, ist unklar. Die Frage ist, ob es tatsächlich die Näherinnen sind oder doch nur Personen in Großbritannien, die eine Diskussion über die Arbeitsbedingungen von Billig-Modeketten anstoßen wollten.

Meine Meinung:

Nicht nur ich sondern die meisten von uns Mädels (auch euch Jungs) die schon mal bei Primark waren, können zugeben das es eigentlich der Hammer ist. Lass uns mal ehrlich sein, wir lieben die Idee viele Klamotten für wenig Geld zu haben.
Aber dann kommt ja die Nachfrage. Warum ist es denn so billig? Wie sieht es mit Primark aus? Aus den Fakten die ich gefunden habe, glaube ich nicht, dass diese Botschaften echt sind. Aber das bedeutet nicht, dass es keine „Sklaven für Primark“ gibt. Nur das der Skandal 2014 ein Fake ist. Wenn man die Fakten genauer anschaut, erkennt man die hässliche Wahrheit.

Die drei Mädels haben die Kleidung schon eine längere Zeit, warum wartet man so lange um endlich was zu sagen?

Das Englisch ist viel zu gut um von irgendwelche Arbeiterinnen zu kommen. Auch wenn die 5% die schreiben können, sowas versucht hätten, dann würden die nicht Wörter wie „degrading“ oder “exhausting“ benutzen, sondern vielleicht „help us“ oder „sos“.

Ihr kennt nun die Fakten und Meinungen.

Mein Rat – kauft dort nicht ein, denn Primark beutet Menschen in absoluten Niedriglohnländern aus.

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